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Kunststofftechnik von A - Z


Abriebfestigkeit

Als Abriebfestigkeit bezeichnet man die Eigenschaft eines Werkstoffes, in wie weit dieser gegen mechanische Beanspruchung, z.B. Reibung, widerstandsfähig ist. Polyurethan gilt als ein Werkstoff, der selbst größte mechanische Belastungen aushält.

Antistatikum

Ein Antistatikum wird immer als Additiv zugesetzt, wenn die statische Aufladung von Gegenständen unterbunden oder zumindest geschwächt werden soll. Somit ist gewährleistet, dass unerwünschte Auswirkungen der elektrostatischen Aufladung vermieden werden.

Antistatisch

Die Eigenschaft synthetischer Fasern, sich nicht oder nur geringfügig elektrisch aufzuladen nennt sich Antistatisch. Da syntetische Stoffe kaum Feuchtigkeit aufnehmen, laden sie sich durch Reibung auf. Um diese Aufladung zu verhindern, verwendet man Antistatika.

Auswuchten

Beim Auswuchten wird die Unwucht einer Welle oder eines Walzenkernes verringert oder ganz beseitigt. Da jeder um eine feste Achse rotierende Körper eine Unwucht besitzt, versucht man diese beim Auswuchten auf ein wirtschaftliches Maß zu bringen.

Ballig

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei einer balligen Ausformung, um eine Ausformung, die dem Modell des Balles sehr nahe kommt.

Bikonisch

Eine Form die an zwei Enden Kegelförmig ausläuft heißt bikonisch.

Chemische Beständigkeit

Die Chemische Beständigkeit bezeichnet die allgemeine Widerstandsfähigkeit eines Werkstoffes der Einwirkung von Chemikalien entgegen zu wirken. Der Gegensatz zur chemischen Beständigkeit ist die Korrosion. Gerade Kunststoffe und Elastmere weisen eine hervorragende chemische Beständigkeit auf.

CR

Chloropren-Kautschuk, kurz CR, hat verschiedene technische Anwendungen. Die Herstellung im großtechnischen Sinne per Emulsionverfahren. CR zeichnet sich durch seine gute Quellbeständigkeit in Mineralölen mit hohem Anilinpunkt, Fetten, diversen Kältemitteln und Wasser aus. Der thermische Anwendungsbereich reicht von ca. -45 °C bis 100 °C.

Dichtemessung

Die Dichte hat die Einheit Masse/Volumen. Man kann also die Dichte dadurch ermitteln, in dem man von einem Prüfkörper das Volumen und die Masse ermittelt. Leider ist die Volumenbestimmung in der Praxis nicht immer so einfach möglich. Aufgrund dessen gibt es verschiedenen Verfahren, die dieses Problem umgehen wie z.B. Auftriebsmessung, Pyknometer, Isotopenmethode und den Biegeschwinger.


Druckfestigkeit

Die Druckfestigkeit eines Werkstoffes ist das Maß an Widerstandsfähigkeit gegen Druckspannungen. Ist die Druckspannung größer als die Druckfestigkeit, führt dies zur Zerstörung des Werkstoffes.

Elastizität

Elastizität bezeichnet die Eigenschaft, dass ein Werkstoff nach einer Belastung einer einwirkenden Kraft wieder in seine Ausgangsform zurückkehrt.

Elektrische Leitfähigkeit

Ein Leiter kann Strom mehr oder weniger gut durchlassen. Die Eigenschaft, die dies begründet ist die elektrische Leitfähigkeit. Da Metalle strukturell aus einem Gitter aus Atomrümpfen mit Elektronengas bestehen, kann sich die Ladung gut durch das Metall bewegen, indem es zur Elektronenbewegung (Schwingung) kommt. Je fester die Elektronen an die Atomkerne gebunden, sind desto schlechter ist die elektrische Leitfähigkeit.

EPDM

Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk ist ein terpolymeres Elastomer und zählt zu den statistischen Copolymeren, dessen besondere Eigenschaft das gesättigte Polymergerüst ist. Diese Eigenschaft ist der Grund für die Witterungsbeständigkeit (Wasser, aber auch Ozon) sowie die sehr gute thermische Beständigkeit. Aufgrund der sehr guten chemischen Beständigkeit und seiner hohen Elastizität wird EPDM häufig als Dichtungen in allen möglichen Varianten verwendet.

Ester

Ester bilden eine Stoffgruppe organischer Verbindungen, die bei der Reaktion einer organischen Säure mit einem Alkohol unter Wasserabspaltung entstehen. Dieses Verfahren ist aber auch bei anorganischen Säuren, wie z.B. Borsäure und Phosphorsäure, möglich. Wachse werden aus langkettigen Säure und langkettigen Alkoholen hergestellt.
Trägt der Alkohol zwei OH-Gruppen können sich bei der Reaktion mit einer Carbonsäure ebenfalls sehr lange Ketten bilden. Bekanntestes Beispiel ist die Polymerisation von Terephthalsäure und Glycol zu Polyethylenterephthalat, kurz PET.

Ether

Ether sind in der Natur weit verbreitet. Durch die chemische Reaktion von einem Alkalialkoholat mit einem Halogenalkan gewinnt man den Ether und ein Alkali-Halogen Salz als Nebenprodukt. Weiter Verfahren zur Ether-Synthese sind die säurekatalysierte Kondensation von Alkoholen oder die Addition von Alkoholen an Doppelbindungen. Ether zeichnen sich aus durch zwei Alkylreste die über eine Sauerstoffbrücke miteinander verbunden sind.

Fließverhalten von Kunststoffen

Die plastische (irreversible) Verformung eines Werkstoffes unter Belastung nennt man auch Fließen. Der Werkstoff ist bei plastischer Verformung nicht in der Lage in den Ausgangszustand zurückzukehren.

Heißgießpolyurethan

Beim Heißgießen müssen das Material und die Formen vorgetempert werden. Bei der Verarbeitung wird ein flüssiges Reaktionsgemisch bei Temperaturen von etwa 100° C in offene Formen gegossen. Die Artikel härten von selbst im Ofen aus und können danach entformt werden. Durch Variation der Rohstoffe und Rezepturen ist Internorm selbst in der Lage, die Eigenschaften des Endproduktes gezielt einzustellen.

Hydrolysebeständigkeit

Die Spaltung einer chemischen Verbindung durch Reaktion mit Wasser nennt man Hydrolyse. Lässt ein Stoff diese Reaktion nicht zu, bezeichnet man ihn als hydrolysebeständig.

Kaltgießpolyurethan

Kaltgießpolyurethan sind Zwei-Komponenten-Hochleistungssysteme. Vorteile sind die einfache Handhabung, die Einstellbarkeit in einen weiten Shore-Bereich und die wirtschaftliche Anwendung. Mit Kaltgießpolyurethan ist es möglich komplexe geometrische Formteile herzustellen. Im Gegensatz zu Heißgieß-PUR sind zur Verarbeitung des Werkstoffes keine zusätzlichen Arbeitschritte wie z.B. Tempern notwendig.

Konisch

Einen kegelförmigen Körper nennt man ihn der Regel konisch.

Konkav

Als Konkav bezeichnet man in der Geometrie Formen, die nach innen gewölbt sind.

Konvex

Als Konvex bezeichnet man jene Formen, die nach außen gewölbt sind.

NBR

Nitrilkautschuk, kurz: NBR wird durch die Copolymerisation von Acrylnitril und Butadien gewonnen. NBR glänzt durch seine gute Beständigkeit gegenüber Ölen, Fetten und Kohlenwasserstoffen, seine Elastizität, Kälteflexibilität, seine Gasdurchlässigkeit und seinen Druckverformungsrest. Erwähnenswert ist ebenfalls das günstige Alterungsverhalten und den geringen Abrieb. NBR verwendet man bei der Herstellung von Dichtungen, Schläuchen, Gummihandschuhen und Gummifäden.

PA (Polyamid)

Polyamide sind Polymere, bei denen die einzelnen Bestandteile der Kette eine Amidgruppe besitzen. Die Amidgruppe ist Produkt einer Kondensationsreaktion einer Carbonsäure mir einem Amin und zeichnet sich durch die sogenannte Peptidbindung aus. Polyamide werden üblicherweise durch die Bezeichnung als thermoplastischer Kunststoff von chemisch verwandten Proteinen abgegrenzt. Wichtige Vertreter von Polyamiden sind Nylon, Perlon und Dederon.

Polybutadien

Polybutadien entsteht durch die Einwirkung eines Katalysators durch Polymerisation. Die besondere Eigenschaft von Polybutadien sind die Doppelbindungen, die auch im Polymer vorkommen und nicht wie üblich bei der Polymerisation aufgebrochen werden. Gegenstände aus „Gummi“ bestehen zum Teil aus Polybutadien.

Polycarbonat

Polycarbonate, kurz PC, sind synthetische Polymere, die zur Familie der Polyester gehören. Polycarbonate sind sehr schlagzäh und werden daher für Spritzgussartikel verwendet. PC wird immer dann verwendet, wenn normale Kunststoffe entweder zu weich, zu zerbrechlich oder zu kratzempfindlich sind.

Polyethylen

Polyethylen, kurz PE, wird durch Polymerisation von Ethen hergestellt. PE zeichnet sich durch eine gute Beständigkeit in unterschiedlichen Medien, wie z.B. Säuren, Lagen und weiteren Chemikalien aus. Aufgrund dieser Eigenschaften findet Polyethylen hauptsächlich bei Verpackungen seinen Einsatz. Sämtliche Flaschen für Reinigungsmittel und andere Flüssigkeiten sowie Abwasserrohre bestehen aus PE.

Polymerisation

Bei der Polymerisation verbinden sich Monomere zu endlos langen Ketten. Die Monomere weisen meist ungesättigte Verbindungen auf, die unter dem Einfluss eines Katalysators aufbrechen und sich zu einem Polymer zusammenschließen.

Polypropylen

Polypropylen, kurz PP, entsteht durch Polymerisation von Propen mit Hilfe von Katalysatoren. Es gibt viele verschiedene Sorten von PP, die sich in Molekülstruktur, molarer Masse, Verteilung, Copolymeren und weiteren Parametern unterscheiden. Die Werte für Steifigkeit, Härte und Festigkeit liegen über denen von Polyethylen, aber unter denen von Polyamid

PUR MDI

Polymeres Diphenylmethandiisocyanat ist ein Bindemittel, das häufig in Holzwerkstoffplatten eingesetzt wird. Neben TDI ist es das am Meisten hergestellte Polyisocyanat.

PUR TDI

Toluylendiisocyanat gehört zu den wichtigsten Isocyanaten, da es ein wichtiges Zwischenprodukt in der Kunstoffindustrie ist. TDI ist eine sehr gut geeignete Ausgangssubstanz für Polyadditionsreaktionen, zeichnet sich aber auch dadurch aus, dass es hochgiftig ist.

Rillierung

Eine Rillierung ist ein Profil einer Walze. Dieses Profil wird in die Walze gefräst. Eine Rillierung kann in einigen Fällen zu einer Verminderung der auftretenden Reibungskräfte führen.

Rotationsbeschichtung

Dieses Verfahren ermöglicht einen wirtschaftlichen Auftrag einer Walzenbeschichtung. Die Walze rotiert um die eigene Achse, wobei die Beschichtung nach und nach aufgetragen wird. Hierzu ist kein aufwendiges Ein- und Ausformen notwendig. Positiv ist ebenfalls, das das Übermaß an Schichtdicke geringer ausfällt und dadurch viel Zeit in der Nachbearbeitung (Schleifen, Drehen) gespart werden kann.

Rückstellvermögen

Das Rückstellvermögen bezeichnet die Fähigkeit eines Materials oder eines Körpers, wieder in seine Ausgangsposition zurückzukehren. Dieses Vermögen resultiert aus einem großen elastischen Verformungsanteil eines Werkstoffes im Spannungs-Dehnungs-Diagramm.

Rundlaufgenauigkeit

Immer dann, wenn es um gute Rundlaufeigenschaften geht, spricht man von der Rundlaufgenauigkeit. Die Ursache für Schlag oder Unwucht ist auf Eigenspannung im Material oder schlechter Richtausführung zurückzuführen. Die Rundlaufgenauigkeit wird schon bei der Bestellung beim Lieferanten vereinbart und ist somit ein Teil der ständigen Qualitätssicherung. Aus diesem Grund muss bei Walzenkernen auf besondere Sorgfalt bei Verpackung und Verladung geachtet werden.

Sandwichwalze

Eine Sandwichwalze ist eine Walze, die aus verschiedenen Schichten mit unterschiedlichen Materialien besteht. Dieses Verfahren wird häufig angewendet um durch ein leichtes Füllmaterial Gewicht einzusparen.

SBR

Styrol-Butadien-Kautschuk ist der Ausgangsstoff für die am Häufigsten hergestellte Variante von synthetischem Gummi. SBR findet seine Anwendung in der Herstellung von Reifen, Dichtungen und Transportbändern.

Schleifen von Walzen

Um ein optimales Ergebnis bei der Walzenbeschichtung zu erreichen, werden die Walzen geschliffen. So werden selbst kleinste Unebenheiten an der Materialoberfläche entfernt.

Schleifgüte

Die Schleifgüte ist ein Maß für die Schleifqualität. Diese hängt davon ab, welches Schleifmittel benutzt wird, nach welchem Schleifprinzip gearbeitet wird und wie groß die Praxiserfahrung des Anwenders ist.

Shore-Härte

Die Shore-Härte wurde für eine Angabe der Härte von Elastomeren entwickelt. Der Shore-Härte Prüfer besteht aus einem federbelasteten Stift. Dieser besteht aus gehärtetem Stahl und die Eindringtiefe dieses Stiftes ist ein Maß für die Shore-Härte. Die Skala der Shore-Härte reich von 0 Shore bis 100 Shore, wobei eine hohe Zahl auch eine hohe Shore-Härte bedeutet. Es ist ebenfalls notwendig Material bei Shore-A mit 12,5 Newton bzw. Shore-D mit 50 Newton auf den Messtisch anzudrücken, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Die Messungstemperatur sollte bei 23°C ± 2 ° liegen.

Silikon

Silikon ist ein synthetisches Polymer, bei dem Silicium über Sauerstoffbrücken eine netzartige Molekülkette bildet. Silikon ist in der Literatur auch unter den Name Polysiloxane, Polyorgasiloxane oder kurz Siloxane zu finden.

Spritzgussmaschine

Diese Maschine stellt aus dem Rohstoff Kunststoffgranulat direkt verwendbare Kunststoffteile her. Dazu wird der Rohstoff in eine Negativform gespritzt, so dass ein fertiges Produkt aus der Maschine kommt.

Stirnbezug

Das Stirnrad ist ein einfaches Rad mit zylindrischer Außenkontur und einer Verzahnung am Umfang. Ein Bezug des Stirnrades beugt dem Verschleiß in erheblichem Maße vor und erhöht die Lebensdauer durch verminderten Abrieb der Zähne.

Umfangsgeschwindigkeit

Die Umfangsgeschwindigkeit ist die Geschwindigkeit, die ein Punkt am Rand einer drehenden Scheibe hat. Die Geschwindigkeit des Punktes wird kleiner, wenn man diesen auf der Scheibe näher zum Kreismittelpunkt bewegt.

Vernetzung

Die Vernetzung wird durch sogenannte Vernetzer begünstigt. Sie sind Monomere oder Oligomere, die mehr als zwei funktionelle Gruppen enthalten. An diesen funktionellen Gruppen können sich andere Moleküle anlagern, wobei lineare oder verzweigte Makromoleküle miteinander zu dreidimensionalen Netzwerken verbunden werden.

Viton

Viton ist ein Fluorelastomer. In der Technik wendet man Viton als Dichtungsmaterial mit hoher thermischer und chemischer Beständigkeit an.

Vulkollan

Vulkollan ist eine Handelsmarke der Firma Bayer. Es ist ein Heißgießelastomer, dass einen hohen Einreißwiderstand, gute Beständigkeit gegen UV-Strahlung, Ozon, Fette und Öle, einen hohen Verschleißwiderstand, geringe bleibende Verformung und eine hohe Stoßelastizität besitzt.

Weiterreißfestigkeit

Die Ermittlung der Weiterreißfestigkeit dient zur Ermittlung der Strukturfestigkeit. Man prüft hierbei einen eingekerbten Prüfkörper mit Einschnitt in einem Zugversuch. Eine hohe Weiterreißfestigkeit ermöglicht eine sichere Materialfunktion auch bei beschädigten Teilen.

Zapfenbezug

Ein Zapfen ist im Maschinenbau ein abgesetztes Ende einer Achse oder einer Walze. Dieser Zapfen bildet das Zentrum einer Drehbewegung, da es meist von einem Lager umfasst wird. Der Zapfenbezug dient dazu, die auftretenden Reibungskräfte am Zapfen abzufangen, um einem Verschleiß des Zapfens zu verhindern.

Zugfestigkeit

Die Zugfestigkeit ist die Spannung, die ein Werkstoff bezogen auf den Ausgangsquerschnitt ertragen kann. Man spricht jedoch vom scheinbaren Spannungs-Dehnungs-Diagramm, da sich die Probe einschnürt und die Zugfestigkeit dadurch nicht den maximalen Wert angibt. Zum Zeitpunkt des Bruchs ist die wahre Spannung noch größer.


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